Pfadnavigation

Sicherheit in der Wirtschaft

Dunkle Gestalt sitzt am Computer und stielt offensichtlich Daten

Datenklau ist nur eine der vielen Facetten von Wirtschaftskriminalit?t

© stevanovicigor / iStock / Getty Images Plus

Kontakt

Frau vor Gem?lde im Haus der deutschen Wirtschaft
Hildegard Reppelmund Referatsleiterin Wettbewerbsrecht, Kartellrecht, Vergaberecht, Wirtschaftsstrafrecht | Syndikusrechtsanw?ltin

Betriebe als Opfer und T?ter von Wirtschaftskriminalit?t

Die deutsche Wirtschaft ist ein begehrtes Ziel für Kriminelle aller Couleur. Das Spektrum der Delikte reicht von der betrügerischen Rechnung für Eintr?ge in zweifelhafte Gewerbeverzeichnisse über die Erpressung von Unternehmen bis hin zur Kriminalit?t im Internet.

Immer wieder werden Strukturen und Methoden der Wirtschaft für rechtswidrige Aktivit?ten bis hin zur organisierten Kriminalit?t missbraucht; gleichzeitig werden die Unternehmen selbst zum Opfer verschiedenster Straftaten. Gerade mittelst?ndische Betriebe sind oft anf?llig für Angriffe – die vielfach sogar existenzbedrohend sein k?nnen.

Geldw?schepr?vention und Terrorismusbek?mpfung werden auch von der Wirtschaft als wichtige Ziele anerkannt und unterstützt. Die Pflichten, die den Unternehmen in diesem Zusammenhang auferlegt werden, müssen jedoch angemessen und verh?ltnism??ig sein und einen effektiven Nutzen bringen.

Angesichts der bei Verst??en drohenden hohen Sanktionen fordert der DIHK Klarheit und Eindeutigkeit darüber, was die Betriebe tats?chlich konkret leisten müssen, um Rechtssicherheit zu haben. Zudem müsse die Pflichtenerfüllung praktikabel sein. Letztlich dienten vor allem Hilfestellung durch und Erfahrungsaustausch mit den zust?ndigen Beh?rden dem Ziel der Geldw?schepr?vention, so der DIHK.

Das Umsetzungsgesetz zur?4. Geldw?sche-Richtlinie?ist zum 26.?Juni 2017 in Kraft getreten. Zum Regierungsentwurf hatte sich der DIHK am 28.?M?rz 2017 ausführlich positioniert:

DIHK-Stellungnahme zur Umsetzung der 4. Geldw?sche-Richtlinie (PDF, 222 KB)

Für den Nichtfinanzsektor, also insbesondere für die Güterh?ndler, haben die zust?ndigen Landesaufsichtsbeh?rden unter Mitwirkung der Industrie- und Handelskammern ein gemeinsames?Merkblatt?für Unternehmen erstellt. Diese "Basisinformationen Geldw?schegesetz" k?nnen auf den Internetseiten der jeweiligen Landesaufsichtsbeh?rden abgerufen werden, beispielsweise beim?bayerischen Innenministerium?(links unter "Ver?ffentlichungen") oder beim?Regierungspr?sidium Darmstadt.

Ein besonders ernst zu nehmendes Risiko für Betriebe ist die Wirtschaftsspionage: Durch Aussp?hung von Wirtschaftsunternehmen entsteht in Deutschland j?hrlich ein Gesamtschaden in zweistelliger Milliardenh?he.

Potenzielle Angreifer sind dabei nicht nur Konkurrenten, die sich Erkenntnisse über Produkte, Entwicklungen und Strategien von Mitbewerbern erhoffen. Auch ausl?ndische Nachrichtendienste sind in Deutschland aktiv, um der Wirtschaft ihres Heimatlandes Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Professionalit?t und Skrupellosigkeit lassen viele Spionagehandlungen unentdeckt – doch Sorglosigkeit und mangelndes Problembewusstsein erm?glichen sie oft erst.Der DIHK informiert über Gefahren für Unternehmen und ist Ansprechpartner für Regierung, Politik und Sicherheitsbeh?rden. Gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie engagiert er sich zudem für eine nationale Wirtschaftsschutzstrategie.

Zahlreiche Tatbest?nde des Strafrechts beziehen sich auf das Wirtschaftsleben. Zunehmend werden Betriebe für Gesetzesverst??e von leitenden Mitarbeitern auch strafrechtlich in Haftung genommen. Für Unternehmer ist es daher wichtig zu wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Der Begriff Compliance kennzeichnet etwas, das eigentlich eine Selbstverst?ndlichkeit sein sollte: die Beachtung der für ein Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften. Das ist allerdings oft leichter gesagt als getan, denn mit der Vielzahl einzuhaltender Regeln steigen auch die Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit unternehmensinterner Kontrollsysteme.

Der Debatte über die Einführung eines Unternehmensstrafrechts steht die Wirtschaft kritisch gegenüber. Die bedauerliche Tendenz, Betriebe pauschal zu kriminalisieren, würde hierdurch noch versch?rft, befürchtet der DIHK. Richtig seien hingegen Vorschl?ge, die darauf abzielten, mehr Anreize für angemessene Compliance-Ma?nahmen zu schaffen.

Die Zeiten, in denen Bestechungsgelder "nützliche Abgaben" hie?en und als Werbungskosten sogar von der Steuer abgesetzt werden konnten, sind vorbei. Das Netz der Strafvorschriften ist deutlich dichter, die Strafen sind empfindlicher geworden.

Einen Verhaltenskodex für die Wirtschaft haben der DIHK und die Internationale Handelskammer (International Chamber of Commerce, ICC) zusammengestellt:

ICC-Verhaltenskodex (PDF, 513 KB)

Kontakt

Frau vor Gem?lde im Haus der deutschen Wirtschaft
Hildegard Reppelmund Referatsleiterin Wettbewerbsrecht, Kartellrecht, Vergaberecht, Wirtschaftsstrafrecht | Syndikusrechtsanw?ltin
Icon zu den Wirtschaftspolitischen Positionen der IHK-Organisation
Wirtschaftspolitische Positionen

Unternehmen sensibilisieren, Wirtschaftskriminalit?t bek?mpfen

Die Bedrohung der Unternehmen durch Spionage und Cyber-Angriffe w?chst. Warum Rechtssicherheit und angemessener Schutz vor kriminellen und nachrichtendienstlichen Aktivit?ten aus dem In- und Ausland so wichtig sind, hat die IHK-Organisation in ihrer Wirtschaftspolitischen Position zur "Sicherheit in der Wirtschaft" zusammengefasst. Hier erfahren Sie mehr.

Logo initiative wirtschaftsschutz

Initiative Wirtschaftsschutz

Gemeinsam mit weiteren Wirtschafts- sowie Sicherheitsverb?nden und -beh?rden informiert der DIHK in der "Initiative Wirtschaftsschutz" über die Gefahren, denen Unternehmen ausgesetzt sind, und bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen.

Der Weg zu Ihrer IHK

Bei konkreten Einzelfragen hilft Ihnen gerne Ihre Industrie- und Handelskammer weiter. Die für Sie zust?ndige IHK finden Sie unter www.ihk.de.

GemeinsamZukunftGestalten

黄页网址大全免费观看